ÖDG 2026

ÖDG 2026 2026-01-08T13:29:09+00:00

Project Description

Pressefotos zur ÖDG Presseaussendung: Neues Führungsteam der Österreichischen Diabetes Gesellschaft
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Univ.-Prof. PD. Dr. Harald Sourij, MBA übernimmt ab sofort die Funktion des Präsidenten der ÖDG. An seiner Seite wirkt Univ. Prof. PD. Dr. Julia Mader als Erste Sekretärin.
Copyright: Christian Taucher Graz

Univ.-Prof. PD. Dr. Harald Sourij, MBA, Präsident der ÖDG
Copyright: Sissy Furgler

Univ.-Prof. PD. Dr. Harald Sourij, MBA, Präsident der ÖDG
Copyright: Med Uni Graz/Helmut Lunghammer

Univ. Prof. PD. Dr. Julia Mader, Erste Sekretärin der ÖDG.
Copyright: Foto Furgler G​raz

Neues Führungsteam der Österreichischen Diabetes Gesellschaft

In den nächsten zwei Jahren führt ein Duo von der Med Uni Graz die Fachgesellschaft

Wien, 8. Jänner 2026 – Die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG) hat ein neues Führungsteam gewählt. Univ.-Prof. PD. Dr. Harald Sourij, MBA übernimmt ab sofort die Funktion des Präsidenten. An seiner Seite wirkt Univ. Prof. PD. Dr. Julia Mader als Erste Sekretärin. Gemeinsam wollen sie in den kommenden zwei Jahren die österreichische Diabetologie fachlich und gesundheitspolitisch maßgeblich weiterentwickeln.

Präsident Sourij betont die Bedeutung einer noch stärkeren Verbindung von Forschung, klinischer Versorgung und Gesundheitspolitik: „Unser Ziel ist es, die Versorgung von Menschen mit Diabetes in Österreich nachhaltig zu stärken und Innovationen rasch in die Praxis zu bringen.“ Ein zentrales Anliegen ist ihm der gezielte Aufbau von Expertise in der zweiten Versorgungsebene, etwa durch ein neues Aus- und Weiterbildungsprogramm für metabolische Expert:innen. Dieses soll vertieftes Wissen in der Betreuung von Menschen mit Diabetes und metabolischen Erkrankungen vermitteln. Ebenso wichtig ist Sourij der systematische Aufbau des diabetologischen Nachwuchses: „Das ist die Diabetologie von morgen!“, so Sourij.

Gemeinsam mehr bewegen

Ein besonderer Schwerpunkt der neuen ÖDG-Führung wird das Thema Bewegung sein. „Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen klar, dass Menschen mit Typ 1 Diabetes bei optimaler Einstellung und mit modernen technischen Hilfsmitteln sogar im Spitzensport oder als Pilot:innen erfolgreich aktiv sein können“, erklärt Mader. Moderne Technologien wie kontinuierliche Glukosemessung oder automatisierte Insulinabgabesysteme ermöglichen ein sichereres und leistungsorientiertes Training.

Für Menschen mit Typ 2 Diabetes ist Bewegung ein zentraler Baustein einer erfolgreichen Lebensstiländerung. „Regelmäßige körperliche Aktivität kann das Risiko für Folgeerkrankungen reduzieren und eine medikamentöse Therapie unterstützen oder sogar verzögern“, so Sourij. Die ÖDG plant deshalb, gesundheitsfördernde Angebote auszubauen und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse noch stärker in die Versorgungspraxis zu integrieren.

Register für seltene Diabetesformen und Nutzung nationaler Daten

Weitere strategische Schwerpunkte liegen in der Erforschung seltener Diabetesformen, insbesondere MODY (Maturity-Onset Diabetes of the Young), sowie in der strukturierten Nutzung nationaler Gesundheitsdaten. Sourij hebt hervor, dass bereits Projekte laufen, die Versorgungsqualität und Komplikationsraten systematisch auswerten. Ein eigenes Diabetesregister sei angesichts der digitalen Entwicklungen nicht mehr zwingend notwendig: „Wenn wir Daten aus dem niedergelassenen und stationären Bereich entsprechend kodieren und mit Medikationsdaten zusammenführen, können wir sie für Registerzwecke nutzen, ohne eine zusätzliche Datenbank zu befüllen.“

Im Zuge der Neuaufstellung des Disease-Management-Programms „Therapie Aktiv“ arbeitet die ÖDG zudem gemeinsam mit den Sozialversicherungen und anderen Beteiligten an der Aktualisierung der Handbücher und an der Implementierung des Rahmenkonzeptes Integrierte Versorgung. Ein eingebetteter elektronischer Diabetespass in der ELGA-Umgebung wäre ein bedeutender Schritt in Richtung durchgängiger Betreuung. Auch die adäquate Integration von Daten von Sensoren und automatisierten Insulinabgabesystemen  in die Versorgungsstrukturen wird in den nächsten Jahren notwendig sein.

Kinder und Jugendliche im Fokus

Besonders wichtig ist dem neuen Präsidenten die kontinuierliche Verbesserung der Versorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Typ 1 Diabetes. Aktuelle Pilotprojekte wie etwa die mobile Diabetesassistenz sollen fortgesetzt und ausgebaut werden.

Wissenschaftliche Innovation als Triebkraft

Auch wissenschaftlich will die ÖDG Akzente setzen. Zukunftsträchtige Forschungsfelder sieht Sourij in frühen Interventionen im Bereich Typ 1 Diabetes, wie Immuntherapien oder Zelltherapien, sowie in innovativen Ansätzen zu Lebensstilinterventionen bei Typ 2 Diabetes. Darüber hinaus sollen internationale Kooperationen weiter intensiviert werden, um an global relevanten Studien und Leitlinienentwicklungen mitzuwirken.

Stärkung des Nachwuchses und der Struktur

Einen wichtigen Baustein sieht Sourij im Engagement der Young Diabetologists, die junge Kolleg:innen vernetzen und durch Fortbildungsinitiativen wie die „Winter Schools“ an die Diabetologie heranführen. Die Vorsitzende dieser Gruppe wurde erstmals in den Vorstand aufgenommen, um Entscheidungswege zu verkürzen und die Nachwuchsförderung zu stärken.

Die ÖDG dankt dem bisherigen Präsidium für sein Engagement und blickt mit dem neuen Team auf eine Phase intensiver wissenschaftlicher und gesundheitspolitischer Arbeit.

Die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG)

Die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG) ist die ärztlich-wissenschaftliche Fachgesellschaft der österreichischen Diabetes-Expert:innen. Sie hat das Ziel, die Gesundheit von Menschen mit Diabetes mellitus und assoziierten Erkrankungen zu verbessern, sowie deren Entstehung zu verhindern. Sie betreibt Fortbildung, Forschung und Verbreitung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zu Diabetes mellitus und aller verwandten Fachgebiete. Sie fordert und fördert die stetige Verbesserung der Versorgung, der Lebensqualität, der gesellschaftlichen Partizipation und des gesunden Alterns der Menschen mit Diabetes sowie von Menschen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko.

Rückfragehinweis:
Public Health PR
Mag. Michael Leitner, MAS
Tel.: 01/60 20 530/91
Mail: michael.leitner@publichealth.at

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ÖDG-neue Präsidentschaft